04April

Machen Sie Ihr Auto fit fürs Frühjahr...

1. Den Winterdreck ordentlich wegwaschen
Gegen den Schmutz und das Salz des Winters empfiehlt sich ein Durchgang in der Waschanlage mit Vor- und Unterbodenwäsche. Kümmern Sie sich vorher um die Problemzonen: Türeinstiege mit mildem Reinigungsmittel, viel Wasser und weichem Schwamm von Hand säubern. Motor mit starkem Strahl abspritzen. Üben Sie größte Vorsicht bei Benutzung eines Dampfstrahlers. Halten Sie unbedingt einen Spritzabstand von mindestens 30 Zentimeter ein, damit nicht Elektrik und Elektronik Schaden nehmen.

2. Die Kampfspuren des Winters beseitigen
Nach der Außenreinigung empfiehlt sich eine Kontrolle von Lack und Kunststoffen. Auf Flugrost achten und mit säurefreiem Flugrostentferner beseitigen. Lackpolituren entfernen feine Kratzer besonders effizient mit maschineller Unterstützung. In schlimmeren Fällen helfen Kratzer-Polituren. Ungeübte Laien sollten sich allerdings die Handhabung von Poliermaschinen genauestens zeigen lassen, sonst droht mehr Schaden als Nutzen.

3. Das Auto pflegen, nicht quälen
Handwäsche ist die schonende Alternative zur Waschanlage. Aber nur, wenn sie mit reichlich Wasser, sauberen Schwämmen oder Bürsten und mit sanftem Reinigungsmittel konsequent erledigt wird. Wer da halbherzig vorgeht, zerkratzt nur den Autolack. Arbeiten Sie mit geringem Druck von oben nach unten und spülen Sie Schwamm und Bürste in kurzen Abständen aus. Trocknen Sie das Fahrzeug mit einem Fensterleder ab.
Malträtieren Sie ihr Auto nicht mit ungeeigneten, kratzenden Haushaltsschwämmen und putzen Sie nie mit aggressiven Haushaltsreinigern. So genannte „Hausmittel" sind meist ungeeignet, da sie in der Regel nicht hinsichtlich ihrer Materialverträglichkeit gegenüber Autos geprüft sind.
Bitte beachten: Waschen Sie Ihr Auto von Hand nur auf dafür vorgesehenen Waschplätzen, der Umwelt zuliebe.

4. Die Felgen pfleglich behandeln
Bei der Frühjahrswäsche verdienen zumal Alufelgen besonderes Augenmerk. Mit säurefreiem Felgenreiniger vorsprühen, damit sich der hartnäckige Bremsstaub auch wirklich lösen kann. Arbeiten sie gegebenenfalls nach. Eine spezielle, entsprechend hitzebeständige Felgenversiegelung zum Schluss erleichert die nächste Reinigung. Normale Wachse für den Autolack sind aus Temperaturgründen zum Felgenschutz ungeeignet.

5. Für Durchblick sorgen
Auf Autoscheiben bildet sich im Laufe der Zeit an der Innenseite ein feiner Schmutzschleier, der bei ungünstigen Gegenlichtverhältnissen, etwa bei heller Sonne oder nachts im Scheinwerferkegel entgegen kommender Fahrzeuge zu extremer Sichtbeeinträchtigung führen kann. Mit Glasreiniger sorgen Sie zuverlässig wieder für klare Verhältnisse und zwar innen wie außen.

Extra-Tipp: Feine Kratzer im Glas lassen sich mit Scheibenpolitur entfernen. Gröbere Kratzer auf der Windschutzscheibe im Sichtfeld des Fahrers sind nicht zulässig, genauso wenig wie Risse oder Steinschläge. Die beeinträchtigen die Scheibe in ihrer Festigkeit. Solche Schäden dürfen nicht repariert werden, weil unzulässige Verzerrungen im Glas entstehen. Ein Austausch der Scheibe ist also unumgänglich.

6. Die Gummis geschmeidig halten
Zur gewissenhaften Autopflege nach dem Winter gehören auch Kunststoff und Gummiteile. Kunststoff im Außenbereich mit Tiefenpfleger oder Kunststoffgel behandeln. Gummidichtungen von Türen und Fenstern mit Gummipfleger bearbeiten. So bleiben sie geschmeidig und werden nicht bröselig oder brüchig.

7. Den Innenraum ordentlich säubern
Die Reinigung von Polstern und Teppichen ist nicht nur eine Frage des persönlichen Sauberkeitsbedürfnisses. Vielmehr sind feuchte und schmutzige Polster Nährböden für gesundheitsschädliche Pilze und Bakterien. Zur Grobschmutzentfernung gehört gründliches Saugen und die Reinigung der Fußmatten. Mikrofasertücher eignen sich für nahezu alle Oberflächen wie Armaturentafel oder Verkleidungen, wobei häufig schon reines Wasser als Lösungsmittel ausreicht. In hartnäckigeren Fällen kommen Kunststoffpflegemittel zum Zuge (sofern die Armaturentafel nicht mit teurem Echtleder überzogen ist!). Vorsicht bei der Reinigung des Dachhimmels. Zu starkes Reiben kann die Struktur zerstören oder zu hellen Stellen führen. Für die Sitze sollten geeignete Polster- oder Lederreiniger verwendet werden.

8. Den Kofferraum entrümpeln
Denken Sie bei der Innenreinigung auch an den Kofferraum. Reserveradmulde auswischen und trocknen, damit sich dort keine Feuchtigkeit sammelt. Bei der Gelegenheit gleich mal den Luftdruck des Reserverades (soweit vorhanden) prüfen. Kofferraumauskleidungen und Gummiabdeckungen säubern sowie Ballast abwerfen. Schneeketten, Skiständer und Winterscheibenreiniger gehören jetzt in den Keller. Das summiert sich möglicherweise im zweistelligen Kilobereich und wirkt sich entsprechend auf den Kraftstoffverbrauch aus.

Achtung: Checken Sie bei der Gelegenheit gleich Warndreieck und Erste-Hilfe-Kasten. Zubehör, das nicht nur bei der Hauptuntersuchung funktionsfähig vorzeigbar sein muss. Schauen Sie auf das Verfalldatum der Produkte zur Wundversorgung im Erste-Hilfe-Set. Auch das sollte nicht abgelaufen sein.

9. Das Wischwasser erneuern
Nach der Frostperiode sollten Sie komplett auf Sommerscheibenreiniger umsteigen. Mischungen sind aus zweierlei Gründen nicht zu empfehlen. Erstens besteht die Gefahr, dass bei Vermengung von Sommer- und alkoholhaltigem Winterreiniger Feststoffe ausfallen, welche die Düsen der Scheibenwaschanlage verstopfen. Zweitens ist im Sommer uneingeschränkte Reinigungsleistung gegen hartnäckigen Insektenschmutz gefordert.

10. Die Reifen nicht zu früh wechseln
Beim Wechsel von Winter- auf Sommerräder achten Sie auf die Profiltiefe. Gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 1,6 mm, die an den Verschleißanzeigern abgelesen werden können. Aus Gründen der Verkehrssicherheit für Sommerreifen wird aber allgemein eine Restprofiltiefe von mindestens 3 mm empfohlen. Aber montieren Sie die Sommerreifen nicht zu früh. Bis zu den Eisheiligen Mitte Mai muss mit Nachtfrost gerechnet werden.

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