29April

Autolack: Darauf reagiert ihr Auto im Frühjahr allergisch...

Die Natur erwacht aus ihrem Winterschlaf und erblüht durch steigende Temperaturen aufs Neue. Viele Menschen reagieren aktuell allergisch auf ihre Umwelt – Damit sind sie nicht alleine. Auch dem Autolack setzt die Flora und Fauna dieser Tage zu. Kaum ist der Winterdreck beseitigt, warten die nächsten Schmutzattacken. Es ist die Mischung aus klebrigen Harzen, Pollenstaub, Insektensekret und ätzendem Vogelkot, die in Kombination mit aggressiver UV-Strahlung eine Bedrohung für jeden Autolack darstellt. Diesen Angriffen aus dem Weg zu „fahren“ gelingt nicht immer, daher sollte man einiges beachten, um sein Auto zu schützen. Welche Gefahren lauern und worauf man bei der Reinigung achten sollte, verraten wir Ihnen hier: Pollenstaub von Birke, Ahorn, Kiefer und Raps Der Auftakt in die warme Jahreszeit ist Allergikern nur zu gut als Zeit des Pollenflugs bekannt. Der zumeist gelbe Pollenstaub macht jedoch nicht nur den empfindlichen Nasen zu schaffen. Nicht selten findet man sein Auto in dieser Jahreszeit von einem Schleier überzogen wieder. Überwiegend die Pollen von Birke, Ahorn, Kiefer und Raps sorgen für eine klebrige Schicht, die dem Lack den perfekten Glanz nimmt. Vor allem Neuwagenbesitzern stößt dieser Anblick besonders negativ auf. Doch wer vorschnell zu aggressiven Reinigungsmethoden greift, erweist der Lackhaut oft einen Bärendienst. Mit scharfen Reinigern, Haushaltsschwämmen und rauen Tüchern greift man die oberste Klarlackschicht eher an, als das man sie in neuem Glanz erstrahlen lässt. Das A und O ist also eine sorgsame Reinigung, denn in der Regel kommt der Pollen-Schleier nicht alleine. Nichts Gutes kommt von Oben Der Schleier aus Pollenresten bildet oft eine fatale Allianz mit klebrigen Harzen, ätzendem Vogelkot und Insektensekret. Die brennende UV-Strahlung und seltener Regen tragen ihren Teil zur Verschwörung bei. Wer häufig unter beliebten Stadtbäumen wie Pappel, Birke oder Ahorn parkt, bekommt schnell mit, dass die öligen Harze den Klarlack angreifen. Auch die hochmodernen Autolacke der Neuwagen haben diesen Substanzen auf Dauer nichts entgegen zu setzen. Zu empfehlen ist daher ein geschützter Stellplatz oder zumindest nur kurzzeitig die Gefahr von oben in Kauf zu nehmen. Zumal in den Kronen der Bäume eine weitere Gefahr lauert – Vogelkot. Die Hinterlassenschaften der Piepmätze sind nahezu das Aggressivste, das der Lack verkraften muss. Einmal auf der Oberfläche gelandet frisst sich der ätzende Kot in die feinen Poren des Klarlacks ein. Die glatt wirkende Lackierung bietet winzige Angriffsflächen, die nur unter dem Mikroskop sichtbar werden. Die ätzenden Flecken sollten noch am selben Tag rückstandslos entfernt werden und unter keinen Umständen aggressiver UV-Strahlung ausgesetzt sein, da diese die Verschmutzung regelrecht in den Lack einbrennen kann. Wenig hilfreich sind zudem die Rückstände – zumeist Blattlaussekret – der Insekten, die ebenfalls im feinporigen Lack ihre Spuren hinterlassen. Klares Wasser ist das Mittel Nr. 1 In allen Verschmutzungsfällen empfiehlt es sich, zügig die betroffenen Lackstellen zu reinigen. Das erste Mittel der Wahl sollte stets klares Wasser in Verbindung mit einem weichen Lappen oder Haushaltspapier sein. Hartnäckigere Verunreinigungen lassen sich meist mit sanften Spezialreinigern aus dem Fachhandel beseitigen. Gegen großflächige Verschmutzungen hilft – nach einer ausgiebigen Vorreinigung – meist die Fahrt durch eine Waschstraße. Insbesondere nach einem Wochenendausflug ans Meer sollte der Besuch in einer Waschanlage nicht übereilt in Angriff genommen werden. Meersalz und Sandreste, die sich in Ritzen und Hohlräumen festsetzen, sollten im Vorfeld entfernt werden. „Vor allem die feinen Sandkörner können während einer mechanischen Reinigung wie Schleifmittel wirken und den Lack schädigen. Eine ordentliche Handwäsche ist an erster Stelle Neuwagenbesitzern zu empfehlen, da sie meist gründlicher und auf Dauer schonender für die Lackierung ist“, rät Alexander Bugge, Branchenexperte und Geschäftsführer von MeinAuto.de. Scheibenreinigung für mehr Durchblick Neben der Liebe zum glänzenden Lack sollte auch die Sicherheit nicht zu kurz kommen. Eine saubere Frontscheibe sorgt für klare Sicht im oft hektischen Straßenverkehr. Nach längeren Fahrten behindern nicht selten tote Insekten den Blick auf die Straße. Wer schnell die Wischwasseranlage bedient, um den Durchblick zu bekommen, erhält oft den gegenteiligen Effekt. In Verbindung mit den Wischerblättern verursacht das Wischwasser einen Schmierfilm, der die komplette Scheibe bedeckt. Herkömmliche Reinigungsmittel, die dem Wasser zugesetzt sind, reichen gegen die zäh-klebrigen Insektenreste nicht aus. In jedem Fall ist eine regelmäßige manuelle Reinigung der Scheibe sowie der Scheinwerfer empfehlenswert, um sicher jedes Ziel zu erreichen.

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